Endlich Sommerferien . . . . oder wenn Mama auch mal Steine sucht

Die letzten zwei Wochen und die erste Ferienwoche sind bei uns die stressigste Zeit des ganzen Jahres – schlimmer noch als die Weihnachtsvorbereitungen. Warum?

Der Terminkalender quillt über. An manchen Tagen hatten wir bis zu vier Termine gleichzeitig. Da ist es wirklich schade, dass wir uns nicht einfach teilen konnten. Jeder Verein möchte noch schnell ein Sommerfest machen oder mit den Kindern grillen. In der Schule sind noch Wandertage zu bestreiten, an denen die Kinder zum Bahnhof oder abends in die Schule gebracht werden müssen. Auch vom Kindergarten gab es noch ein schönes Fest. Und zur Krönung hatten wir noch einen wunderschönen und sehr fröhlichen Kindergeburtstag.

Dann kam der lang ersehnte Freitag – der letzte Schultag vor den Sommerferien. Secunda hat sich bereits morgens von uns in die Ferien verabschiedet, da sie unmittelbar nach der Schule abgeholt wurde. …aber die Wogen glätten sich nur langsam.

Die erste Woche stand ganz im Zeichen der Abarbeitung von Terminen, die wir in der Schulzeit nicht unterkriegen, wie z.B. diverse Vorsorgetermine bei Kinderarzt, Zahnarzt & co. Nach und nach hat sich meine ellenlange Liste geleert und irgendwann in der letzten Woche waren die gestrichenen Punkte endlich in der Überzahl. Jetzt ist die Liste so gut wie erledigt und wir sind alle in der wohlverdienten Ferienstimmung angekommen.

Auf einmal habe ich auch mal wieder Zeit für einfach schöne Dinge. Es stand ja schon lange auf meiner To-do-Liste: Mandala Steine malen!

…Und jetzt habe ich es endlich geschafft. Hier meine beiden ersten Steine

Beim Malen im Garten habe ich mich tatsächlich gut entspannen können und der Kopf war ganz leer, wie ich es sonst vom Yoga oder Ballett kenne. Wie das immer so bei mir ist, hatte ich nach den ersten Steinen gleich zig neue Ideen. In den nächsten Tagen werde ich wohl auf Steinsuche gehen. Was die Kinder wohl dazu sagen werden? – Das ist ja normalerweise die Lieblingsbeschäftigung von Tertius und Quarta. Wir werden bestimmt eine vergnügliche Zeit haben, wenn Mama auch mal Steine sucht…

Mandalasteine1Was macht Ihr, um den Kopf frei zu kriegen? – Habt Ihr auch schon einmal Steine bemalt?

Liebe Grüße von Eurer

Angela

 

P.S.: Die Bildzutaten, sprich das Schwemmholz und die Steine haben wir aus dem Osterurlaub aus Bayern mitgebracht. Im Wasser haben die Flusskiesel eine wunderbar rötliche Färbung. Gefunden haben wir sie auf unserem  Spaziergang durch den Forggensee bei Füssen. – Ja, Du hast richtig gelesen. Es war ein Spaziergang in einem See: Baden verboten? – Na dann gehen wir eben im See spazieren…

 

Was wir noch in den Sommerferien gemacht haben? –  Von Wolle, Gläsern und Kleber – oder wie Weihnachtsgeschenke im Sommer entstehen

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Ein besonderes Geschenk für ein Kind, das schon alles hat? …oder wie aus einer Kiste, Holzresten und einer Portion Phantasie eine wundervolle DIY Kugelkiste entsteht.

Fünf Mal im Jahr stehen wir Eltern vor der schwierigen Frage, was wir unseren Kindern zum Geburtstag schenken sollen. Da unsere Kinder ihre Spielsachen weiter vererben, haben die späteren Kinder eigentlich schon viel zu viel, so dass wir regelmäßig Sachen wegstellen und dann dem nächsten schenken. Natürlich gibt es aber nicht nur alte Sachen. Jeder bekommt auch immer etwas neues. Vor kurzem ist unsere Quarta vier Jahre alt geworden – und wir haben überlegt, was wir denn für sie basteln könnten. Die endgültige Idee stammte dieses Jahr von Tertius, der seiner kleinen Schwester etwas schenken wollte, „wo man Kugeln reinwerfen kann und wo sie durchrollen können.“ Ein perfektes Geschenk, da Quarta gerne mit Murmeln und Murmelbahnen spielt.

Ich habe mir verschiedene Ideen durch den Kopf gehen lassen und nach ein paar Stunden stand das Konzept fest.

Kugelkiste

Jetzt fehlte nur noch ein Einkauf im Baumarkt. Die gesamten Materialien habe ich für unter 10 EUR erhalten.

Kugelkiste_Material


Falls Ihr es nachbauen möchtet, benötigt Ihr:

1 Holzkiste ca. A3- ca. 4 EUR

2,3m quadratische Holzleiste 5mm x 5mm – ca. 2,30 EUR

5mm dickes Sperrholz in den Innenmaßen der Holzkiste – ca. 2,50 EUR

Holzreste als Abstandhalter zwischen Kistenboden und Sperrholzplatte

Säge

Heißklebepistole

Akkubohrschrauber

Schmirgelpapier

Lineal – Wer selber näht, hat es bestimmt sofort erkannt… ja, es ist eigentlich mein Nählineal – auch zweckentfremdet leistet es sehr gute Dienste!

Bleistift


Als erstes habe ich eine Kugel gemessen und dann die Position der Leisten und Löcher mit Bleistift auf das Sperrholz aufgezeichnet, dass die Kugel überall gut durchrollen kann.

Kugelkiste_Platte

Dann habe ich die Löcher gebohrt und alle Kanten mit Schmirgelpapier abgeschliffen.

Loecher_bohren

Jetzt habe ich die Leiste zugesägt. Damit ich nicht durcheinander gerate habe ich jede Strecke nummeriert und das entsprechende Leistenstück jeweils mit derselben Nummer versehen. Auch die Leisten habe ich geschliffen.

Leisten_nummerierenHolzleisten_saegenHolzleisten_nummerierenDer nächste Arbeitsschritt hat mir am meisten Spaß gemacht. Denn mit jeder Leiste, näherte sich die Kugelkiste der Vollendung. Die einzelnen Leisten habe ich mit Heißkleber aufgeklebt, natürlich mit den Zahlen nach unten. An einer Stelle habe ich die Leisten durch kleine Steine aus dem Garten ersetzt, damit die Kugel beim Rollen verschiedene Geräusche macht. Das Klicken von Glas an Steinen ist eine schöne Abwechslung zum Rollgeräusch an den Holzleisten.

Jetzt fehlen nur noch Abstandhalter an den langen Kistenseiten zwischen Kistenboden und Sperrholzplatte. Dafür habe ich unsere Restekiste im Keller durchforstet und bin auch fündig geworden.

Kiste_Auflage

 

 

 

 

Dann kam der große Tag und Quinta hat ihre Geschenke auspacken dürfen. Sie war sofort begeistert – und nicht nur sie. Auch die größeren Geschwister wollten die Kugelkiste sofort ausprobieren. Ob mit einer Kugel, mit vielen Kugeln – ob die Kugeln nicht in die Löcher rollen dürfen, oder aber ob sie nacheinander in jedes Loch fallen sollen…. Es gibt unendlich viele Spielvarianten, von denen zahlreiche in den nächsten Tagen nach dem Geburtstag getestet wurden. Auch jetzt ist die Kiste nicht langweilig geworden. Ich würde sagen, da hatte Tertius die perfekte Geschenkidee!

Übrigens: Die Kiste eignet sich auch als Bastelidee mit Kindern für die Sommerferien oder für das Vater-und-Kind Basteln z.B. im Kindergarten.

Habt Ihr auch schon einmal Holzspiele als Geschenk für Eure oder andere Kinder gebastelt?

Kreative Grüße von Eurer

Angela

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Wenn Mama mal kurz Ruhe braucht oder neue Ballerinas für Quinta!

Wenn hier bei uns mal wieder viel los ist, brauche ich ab und zu mal eine kleine Pause vom Alltag. Wer sich das nicht vorstellen kann, für den möchte ich kurz ein ganz normales Mittags-Szenario skizzieren.

Stell Dir vor, Du möchtest für neun Personen (7 Personen + zwei zusätzliche Essen für den nächsten Tag, da die beiden großen Kinder über Mittag in der Schule bleiben müssen) kochen, nebenbei Dein Baby von fast einem Jahr unterhalten – sonst räumt die kleine Quinta nämlich sämtliche unten gelegenen Schubladen aus – und Du hast danach noch mehr Arbeit. Gleichzeitig sitzt Du in der Telefonzentrale. Freunde unserer Kinder möchten sich verabreden oder können sich nicht mehr an die Hausaufgaben erinnern. Es gilt den Transfer zu den Hobbies mit anderen Familien abzustimmen – es ist ja auch praktisch, wenn man sich mit dem Fahrdienst abwechseln kann. Man darf nur nicht den Überblick verlieren, wen man wann wo anzuholen hat, oder wann die eigenen Kinder fix und fertig an der Tür zu stehen haben. – Hatte ich schon Salz im Topf? – Mhhhh??? – Mal probieren…. ach nee, das hatte ich wohl vergessen. Also weiter. Die nächste Störung in Form der Türklingel. Secunda ist eingetroffen. „Wie war es in der Schule?“, rufe ich runter in Richtung Tür und werde mit einer ausführlichen Schilderung des Vormittags versorgt. Jetzt wird Quinta in der Küche ungeduldig, weil sie alleine ist – und außerdem muss ich mal schnell umrühren – also unterbreche ich kurzerhand die epischen Erläuterungen und wende mich kurz meiner eigentlichen Tätigeit zu. Salz hatte ich ja nun schon im Topf – aber wie sah es mit den anderen Gewürzen aus? – So und jetzt noch der Salat. Da liegen schon über 1kg Tomaten und einigen Gurken und Paprika bereit, die noch geschnitten werden müssen. „Mama, da bin ich gerade nicht zu gekommen, es ist noch was sehr lustiges passiert,“ geht die Geschichte nun weiter, während es erneut an der Tür klingelt. – Nun ist auch Prima eingetroffen und das Begrüßungsritual wiederholt sich. Ich rufe dann mitten in den Satz hinein „Ich bin wieder in der Küche – komm doch bitte rauf, wenn Du mir mir reden möchtest“….

Wenn dann das Essen fertig auf dem Tisch steht – ich wundere mich Tag für Tag, dass das Essen tatsächlich fertig wird – kehrt etwas Ruhe ein.

Das meine ich übrigens nicht mit „wenn viel los ist“. Viel los heißt so etwas wie leicht chaotisch, was eintreten kann, wenn etwas unvorhergesehenes passiert. Wenn z.B. das Auto kaputt ist und es irgendwie zwischendurch in die Werkstatt muss, oder wenn mal wieder ein Geburtstag ansteht, Besuch kommt oder wir uns  z.B. mit dem Telefonanbieter rumärgern müssen und stundenlang in Warteschleifen verbringen, weil der sich, wie gerade geschehen, einfach mal den dreifachen Monatsbetrag abgebucht hat und dort auch keiner weiß, warum das passieren konnte und was zu tun ist, um uns den Betrag wieder zu erstatten.

Also so einen leicht chaotischen Tag hatten wir, als dann die Kinder satt und mehr oder weniger zufrieden bei den Hausaufgaben saßen, bzw. den Mittagsschlaf gemacht haben oder im  Garten zum Spielen verschwunden sind, hatte ich endlich einmal ZEIT für mich. Und was macht man als Mama, wenn man Zeit hat?

Ich habe neue Schuhe für Quinta aus pflanzlich gegerbtem Leder genäht und zwar nicht, weil es dringend nötig gewesen wäre, sondern weil ich Baby Ballerinas so süß finde und ich Lust hatte, auch mal wieder etwas für meine Kinder zu nähen.

Also zuerst einmal – und mit diesem Punkt gelingt und fällt das Projekt – Daumen drücken, dass Quintas Mittagsschlaf für ein Paar Schuhe reicht.

Beim Zusammensuchen der Materialien, dem Zuschnitt (das Schnittmuster ist wieder von mir) und dem Nähen, kann ich wunderbar den Kopf freikriegen und mich entspannen. Endlich mal nicht drei Dinge gleichzeitig erledigen. Dieses Mal hat es geklappt. Die Schuhe waren fertig, bevor Quinta aufgewacht ist. Die Schuhe passen und Mama und Quinta sind glücklich!

Wer näht noch zur Entspannung? – Oder wie bekommst Du den Kopf frei?

Neugierige Grüße

Angela

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Die himmlische Ruhe genießen…

Am Sonntag sind alle Kinder zu Hause und dementsprechend ist hier viel los. Nach dem Abendessen sind die Kinder dem Alter entsprechend nach und nach in ihren Betten verschwunden. Bis auf die Babymaus. Sie schlummert tief und fest bei mir im Tragetuch.

Bis alle Gute-Nacht-Geschichten gelesen und die gewünschten Gute-Nacht-Lieder gesungen sind vergeht auch einige Zeit, teils angefüllt mit hitzigen Diskussionen, z.B. ob es nicht zusätzlich zur ersten Geschichte noch eine geben kann. Manchmal ist die Verdauuungszeit des Abendessens auch so kurz, dass die Kinder vor dem Schlafen gehen schon kurz davor sind, zu verhungern. „Mein Bauch ist so leer, dass ich jetzt noch etwas essen muss. Sonst kann ich nicht schlafen.“ Doch glücklicherweise lassen sich diese Art von Heißhungerattacken recht gut mit einem Schlaflied kurieren.

Wir übrig gebliebenen genießen nun die Ruhe unter’m Sternenhimmel

und diskutieren, welches Spiel wir spielen sollen….

Einen entspannten Abend wünscht Euch

Angela

Weihnachtsbaumständer à la kreative Kinder

Was passiert, wenn unsere Kinder traurig sind, dass der Weihnachtsbaum nicht mehr steht? Sie stellen ihn einfach wieder auf.

Tannenbaum1 Tannenbaum2

Und da es im Garten üblicherweise keinen Ständer gibt, kommt dann der vorhandene Schnee zum Einsatz.

Wie sie die Kugel gerollt haben, ist mir bis heute schleierhaft, selbst ich hatte enorme Probleme, die Kugel (ca. 1 Meter im Durchmesser) an den jetzigen Ort zu bekommen. Und da war sie schon ein paar Tage bespielt und ausgehöhlt worden. Aber bekanntlich gilt ja: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“.

Der „Ständer“ hat schon eine längere Geschichte hinter sich:

  • Als Basis für einen Schneemann

Schneemannfamilie

Das Foto zeigt auch unsere Zweite (11 Jahre).

  • Als Zielscheibe fürs Bogenschießen
  • Als Falle für unseren Mittleren (7 Jahre)

Er ist beim Klettern in einem „Einschussloch“ stecken geblieben und ich musste ihn und seinen Schuh getrennt „retten“.

  • Und jetzt als Christbaumständer

Der Schmuck, den die Kinder aufgebracht haben (ebenfalls aus Schnee), hat leider das kurze Tauwetter nicht überstanden. Aber sie hatten viel Spaß, den Baum künstlich zu beschneien.

Liebe Grüße, Euer Thomas